Besuch beim Mosaik

Schon seidem das Mosaik letzten Oktober angebracht wurde, merken wir, dass immer wieder Passanten stehen bleiben und sich die Tafel durchlesen oder das Mosaik betrachten. Und jedes Mal freuen wir uns wieder wie die Schneekönige!

Letzten Dienstag sind sogar ein paar Würdenträger davor stehen geblieben und haben posiert. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Brotfabrik kamen Sören Benn (Bezirksbürgermeister von Pankow), Tina Balla (Fachbereisleiterin Kunst und Kultur, BA Pankow) und Dr. Manuel Seitenbecher (Amtsleiter Weiterbildung und Kultur, BA Pankow) ins Haus und zeigten sich bei der Hausführung beeindruckt von unserem Projekt und dem Mosaik!

säubern, verputzen und stolz sein

Ein Mosaik anzubringen braucht Zeit und das nicht nur, um die Steine schön anzuordnen. Denn im Anschluss müssen die Steine und Fugen gesäubert und Netzstücke entfernt werden und schließen wird verputzt. Und wenn das dann auch wieder gesäubert ist, ist man stolz wie Bolle, weil’s einfach toll aussieht!

An einem Sonntag im Mai

Erstaunlich, jetzt ist doch wirklich der erste Durchlauf unseres Projektes vorbei. Das ging aber schnell. Was war da nicht alles mit dabei: Actionpainting, verschiedene Mosaike, Bogensport, gemeinsame Essen, tiefgehende Schreibworkshops, Filmdreh . . . Und bei allem konnte man über den Blog dabei sein. Wir von der Brotfabrik freuen uns ungemein, dass es, trotz der C-Krise, eine so schöne Zeit für alle Teilnehmer*innen geworden ist und haben bereits einen großen Schatz an neuen Ideen für Workshops und Ausflüge im nächste Durchlauf. Dieser beginnt am 11.06.2020 mit einem Kennelerntreffen in der Brotfabrik.

Um den Abschluss des Durchlaufs und die damit beendete Teilnahme von einigen unserer Teilnehmer*innen zu feiern, gab es gestern, am 17.05.2020, eine kleine Feier in der Brotfabrik, bei der gegessen, gequtascht und Urkunden überreicht wurden. Und natürlich gab es auch Geschenke. Das strahlende Wetter stand uns zur Seite und wir ließen den wirklich schönen Tag bei Kaffee, Kuchen und Sonnenbaden ausklingen. Es lebe der Sommer, das Leben und die Menschen!

Zum Geburtstag gibt´s Steine!

Es ist ziemlich lustig, dass man mit so etwas Simplem wie Glassteinen die Zeit zurückdrehen kann! Letztes Jahr war der erste große Workshop des ersten Durchlaufs von „Zurück ins Leben!“ der, in dem das Fliesenmosaik in der Heinersdorfer Str. entstand. Nun haben sich vom 11.05.2020 bis zum 15.05.2020 einige der Teilnehmer*innen zusammengetan, um den Türrahmen des Brotfabrikeingangs mit einem Moaik zu veredeln. Es sollte diesmal weniger figürlich, mehr in die Richtung abstrakter Muster und Farbkomibnationen gehen und ein wenig mehr freestyle sein, als das erste Mosaik. Es war wirklich schön zu merken, wie mit dem kleben und arrangieren der Steine etwas von der Leichtigkeit des letzten Sommers, also vor der C-Krise, bei den Teilnehmer*innen wiederkam und mit welchem Eifer diese schönen Kreationen entstanden (Personen ohne Maske, haben diese kurz für das Foto abgenommen). Und just heute, an dem Tag an dem die Brotfabrik genau 30 Jahre alt wird, wurde das Mosaik fertig. Die Sonne schien, die Steine schillerten, in der Kneipe durften seit heute wieder die ersten Gäste sitzen. Jeden Tag wird die Lage ein wenig besser und schöner.

Wenn man nun also in die Brotfabrik geht, schreitet man durch Kunst, um Kunst zu erleben. Schön, dass die Welt wieder etwas bunter ist!

Alles so schön schräg hier!

Das Internet hat wirklich viel zu bieten und dem haben wir uns heute (14.05.2020) gewidmet. Ob Onlinefitness, Spieleforen oder ganz „klassisch“ ebay und Co., zusammen ist es viel lustiger, die Vielfalt zu erforschen, die sich im Internet finden lässt. Dabei entstanden auch wirklich interessante Diskussionen über Gott, die Welt und den Sinn mancher Webseiten.

What the … Spam!

Heute (07.05.2020) konnten wir unseren Computerkurs in kleiner Besetzung weiterführen. Dabei ging es diesmal um Sicherheit in digitalen Raum, sei es auf dem heimischen Computer, im Internet, beim Mailen oder auf mobilen Geräten. Das Schöne war, dass, trotz des vielleicht manchmal etwas trockenen Themas, alle immer wieder zum lachen kamen und jeder zu irgendetwas etwas erzählen konnte. Mal schauen, wie es nächste Woche bei Teil 3 wird!

Ich und meine Hände

Gerade jetzt, wo wir knapp sechs Wochen Kontaktsperre in den Knochen haben, wird einem bewusst, was Berührungen bedeuten. Hände sind im Bezug darauf besonders hervor zu heben. Kein Händeschütteln, keine Umarmungen, ständiges Händewaschen, sie sind, neben Mund und Nase, zum Fokus der Übertragung geworden. Dass sie aber eine tiefgehende Bedeutung für den Menschen, für die Psyche, für Beziehungen haben, wird dabei immer mehr unterdrückt.

Geplant war eigentlich ein zweitägiger Workshop in der Brotfabrik, bei dem sich die Teilnehmer*innen sowohl theoretisch als auch praktisch ihren Händen „nähern“. Aus aktuellen Anlass aber hat Kristina Köhler, sie ist Praktikantin im Projekt und schließt demnächst ihr Studium der Gestaltungstherapie/Klinischen Kunsttherapie ab, den analogen Workshop in einen digitalen umgewandelt. So konnten die Teilnehmer*innen auch zu Hause Erfahrungen sammeln und dabei telephonisch fachlich betreut werden. Ein paar der Ergebnisse sind nun hier im Blog zu sehen und wahrlich, sie können sich sehen lassen!

Es geht weiter und weiter!

Dieses Werk stammt von einem Teilnehmer, der schon auf diesem Blog „ausgestellt“ hat, Hussam Naggar. Auch hier hat er wieder ein eigenes Statement verfasst:

„Eine verzerrt und irgendwie verdünnt in Serie sich darstellende Gasmaske. Technik: Originalfotographie auf Scanner beim Ablichten verschoben. „…Die Luft als Bedrohung, die liebe, sonst uns am Leben haltende Atemluft könnte mit Viren-behafteten Aerosolen kontaminiert sein. Beim Einkaufen muss ich mich als einen Parameter erachten, von dem Abstand geboten ist, als stellte ich einen Unwert dar, und es gilt mich selbst herabzuwürdigen, ich muss mich der Intelligenz eines Virus unterordnen, wenn Intelligenz Herrschaft ist. Auf mir lastet eine neue Bewegungsformel, der ich mich immer anpassen muss: oben-ohne könnte verpönt sein und man distanziert sich noch weiter von Dir – nimm es nicht persönlich.“

Kunst im Garten

Anke Kelling hat sich nicht nur in der eigenen Wohnung künstlerisch betätigt, sondern auch im Garten des Hinterhofs. Immer mal kamen auch andere Nachbarn zum mitmachen oder Werke bestaunen hinzu, natürlich mit passendem Abstand und ohne Körperkontakt, und so wurde es eine wunderbare Aktion für die Gemeinschaft!