Die zweite Runde Bogensport

Ganz begierig hatten wir darauf gewartet. Es ging wieder auf die Anlage des Bogensportclub in der Rennbahnstraße und mal sehen, was noch hängen geblieben war vom letzten Mal. Aber es waren ja diesmal auch ein paar Frischlinge mitdabei, die heute zum ersten Mal einen Bogen in der Hand haben würden. Zwar war das Wetter prächtig, aber über die Überdachung und die Wärmestrahler waren wir doch ganz froh. Es zeigte sich dann, dass die, die beim ersten Mal da waren, sich zum Teil schon ziemlich gut an die Tipps erinnern konnten und heute so einige Pfeile die goldene Mitte trafen. Es gab heute sogar etwas Theorieunterricht: wie heißen die Teile eines Bogens, wie beeinflusst mein Körper meine Schießkünste und wie sieht Bogensport bei einem Profi aus. Zum Schluss konnte wieder keiner glauben, wie schnell die Zeit verflogen war und dass es draußen sogar schon dunkel wurde. Aber zum Glück gibt es ja schon einen nächsten Termin (20.11.2019), an dem wir unsere Ungeduld abtreifen und gut zielen müssen!

Der Vorhang fällt!

Endlich, Endlich, Endlich! Wir haben lange darauf gewartet und nun können wir zeigen, was wir drauf haben.

Denn nun war der Tag der Enthüllung unseres Wandmosaiks gekommen und um 11 Uhr am 18.10.2019 standen wir, zusammen mit einer Menge geladener Gäste und interessierter Spontanbesucher, vor dem verhüllten Objekt an der Brotfabrikwand zur Heinersdorfer Straße. Zuerst gab es einen Gedichtbeitrag aus dem Stegreif, dann eine schöne Rede von einer Teilnehmerin und im Anschluss die schwungvolle Enthüllung. Tja Christo, das ist viel cooler als verhüllen! Zuerst traute sich keiner so richtig heranzutreten vor Ehrfurcht, aber dann gab es kein halten mehr. Die Oberfläche fühlt sich einfach zu schön an! Es wurden Fotos gemacht und auch der QR-Code auf unserer Tafel ausprobiert. Dieser ist dazu gedacht, dass auch blinde Besucher mithilfe von Audiodateien, die jeden Abschnitt beschreiben, das Mosaik erfahren können. Schön war auch, dass eine Teilnehmerin, die , aufgrund einer Vermittlung in eine Beschäftigung, nicht mehr im Projekt dabei sein kann, heute mit uns feiern konnte. Sie hatte sich sogar einen Urlaubstag genommen!

Wer noch Zeit hatte, konnte nun bei einem, von den Teilnehmer*innen selbstgemachten, Buffett in der BrotfabrikKneipe, das Ereignis ausklingen lassen. Dabei kam nicht nur heraus, dass wir ein Geburtstagskind unter uns hatten (da musste natürlich gesungen werden), sondern es wurden auch Geschenke verteilt. Jeder, der mitgemacht hatte an dem Mosaik, bekam einen Magneten mit einem Bild vom Mosaik drauf. So hatte jeder das Gemeinschaftwerk zu Hause! Und sogar Herr Bernd Wähner von der Lokalzeitung Berliner Woche kam vorbei, um Fotos und Infos für einen Artikel über das Mosaik und seine Enthüllung zusammen zu tragen. Vielen Dank dafür!

Wir sind glücklich, dass so viele Freunde und Besucher da waren und mit uns feierten! Und wir hoffen, dass in Zukunft jeder, der an unserem Werk vorbeigeht, etwas von unserer Freude spürt, die wir beim werkeln und formen des Mosaiks hatten.

Film ab!

Vom Mosaik zum Film, ein interessanter Schritt! Alle Teilnehmer*innen waren schon ganz gespannt darauf, was Dr. Susanne Kappesser für sie vorbereitet hatte und wurden nicht enttäuscht. Natürlich gab es zunächst einmal eine Kennenlernrunde, da manche der Teilnehmer*innen einander noch nicht so gut kannten und auch Susanne sehen wollte wer denn hier so in der Runde saß. Dabei lag der Fokus darauf, welche Beziehung jeder im Raum zum Thema Film hatte. Manche schauten gern Splatter-Filme, es gab Freunde des gehobenen Dramas und manche hatten sogar schon in der Filmbranche gearbeitet. Also eine gute Grundlage um ans Thema zu gehen. Es ging am ersten Workshoptag (17.10.2019) erstmal darum, Bilder, Szenen und Filmsequenzen zu analysieren. Wie spielen Bild, Ton, Schnitt und vieles andere zusammen und was erzeugt welche Effekte. Dabei unterstützten uns Michael Douglas und Dustin Hoffman tatkräftig. Und dann kam die große Aufgabe des Workshops: das Drehen eines Zwei-Minüters mit dem Handy zu einem bestimmten Thema. Und das ohne Nachbearbeitung! Also mussten sich Gruppen finden. Eine Gruppe zog gleich los um Spielorte und Inspirationen zu suchen, eine andere Gruppe ging analytischer vor und skizzierte ersteinmal auf dem Papier was ihnen vorschwebte. Alle waren so vertieft, dass die angedachte Zeit zum zurück-sein deutlich ausgeweitet werden musste, damit auch alle wieder im Workshopraum zurück sein konnten. Das war auf jeden Fall eine gute Grundlage für den nächsten Film-Workshop-Termin am 14.11.2019!

Nun mussten sich aber alle noch einmal zusammensetzen, um den morgigen Tag final zu planen. Denn am nächsten Tag würde das Mosaik enthüllt werden! Die Spannung stieg langsam, aber sicher…

Aufgetafelt

Endlich konnten wir, ohne Regen, unsere Tafel anbringen! Jetzt weiß auch jeder der Passanten, wer hier Kunst macht und was es mit dem Mosaik auf sich hat. Da wird es immer spannender bis morgen zur Enthüllung!

Verfugt noch mal!

Ob Wind und Regen und mieses Wetter, wir verfugen! Nach der gestrigen Anbringung hatte der Kleber einen Tag aushärten müssen und heute (11.10.2019) sollten das obere und das untere Fries fertig werden. Was dabei wiedermal erkennbar wird, ist, dass man den Handwerksberufen wirklichen Respekt zollen muss! Denn diese Fugenmasse in der richtigen Konsistenz, im richtigen Winkel, in wirklich jede Fuge hineinzubekommen und dabei nicht Unmengen an Material zu verbrauchen und nicht die ganze Umgebung einzusauen, das will gelernt sein. Letztendlich war es nach ein paar Stunden (und Tassen Tee) auch geschafft und wir konnten schon die erste Schicht abputzen. Sieht soweit ziemlich gut aus. Mal sehen, wie es am Montag ist, wenn gründlich abgeputzt wird … .

EEEEES (K)LEBT!

Erst der Rahmen, dann das Vergnügen! Nach diesem Motto ging es heute (10.10.2019) nun daran, das Mosaik an seinen Bestimmungsort zu bringen. An der Hausfassadenseite zur Heinersdorfer Straße konnte bei sogar sonnigem Wetter alles angeschraubt und der Kleber angebracht werden, sodass mit der tatkräftigen Unterstützung einiger starker Helfer (die Platten wogen mittlerweile zusammen ca. 80 kg) der finale Schritt gemacht werden konnte. Ein kurzes Luftanhalten und dann aufatmen, es war geschafft!

Jetzt muss es noch trocknen und dann können die restlichen Stellen verfugt werden. Also los!

Triff Freunde und konzentrier dich!

Der Bogen surrt, der Pfeil steckt in der Zielscheibe und ein Grinsen liegt auf dem Gesicht des Schützen. Ganz richtig, wir konnten heute einen Schnupperkurs im Bogenschießen machen! Zwar regnete es wie aus Eimern, aber das hielt die Teilnehmer*innen nicht davon ab sich zwei Stunden lang darauf zu konzentrieren, allen Anweisungen unserer Trainer Alexander Triller und Marco Haarhoff zu folgen. Die beiden Honorartrainer des Bogensportclub BB-Berlin e. V. (http://www.bb-bogenschiessen.de/) verhalfen mit ihrem Einfühlungsvermögen und Können jedem der Teilnehmer*innen, ob blind, ob einseitig benachteiligt oder kleinwüchsig, zu einem Erfolgserlebnis. Gingen anfangs noch Pfeile daneben, traf schon ab dem zweiten Durchlauf jeder Pfeil die Scheibe. Und selbst als die Arme schon zitterten, wollte keiner aufhören. Dafür bekam dann auch jeder eine Medaillen verliehen.

Warum also nicht wiederkommen?! Am 23.10.2019 bekommen wir die nächste Möglichkeit, den Bogen zu spannen und den Pfeil sein Ziel finden zu lassen.