Es geht auf die Zielgerade …

Die Spannung steigt! Nun wurde verfugt. Wie werden die Mosaiks danach aussehen? Passt die Fugenmassefarbe zum Bild? Wie bekomme ich die Masse gleichmäßig in die Fugen? Fragen über Fragen, die einzige Antwort: einfach anfangen! Das ist wirklich eine große Stärke der ganzen Teilnehmer*innengruppe, dass sie sich alle unbefangen trauen eine Aufgabe zu beginnen und zu schauen, was kommt. So entwickelte jeder seine eigene Auftragtechnik und wenn eine neue Hürde auftrat, dann waren sofort alle zur Stelle und halfen wo sie konnten. Dann nochmal überpoliert und schon funkelten Blumen, Tiere, Obst und Fahrräder aus den Bildern.

Jetzt hieß es trocknen und festigen lassen und dann kommt es demnächst an die Wand!

Das Projekt bekommt ein Banner!

An der Fassade zur Prenzlauer Promenade, gleich über dem Eingang der BrotfabrikKneipe, wurden heute bei strahlendem Wetter von unserem Hausmeister und seinem Helfer drei Banner aufgehängt. Die inklusiven Projekte der Brotfabrik (das Inklusivatelier, der Inklusive Musikalische Salon (Chor), „Zurück ins Leben!“) haben, jedes für sich, ein Fassadenbanner erhalten, um den Straßenbahnfahrenden, den Passanten und den im Stau stehenden Autofahrern zu zeigen, was bei uns so alles los ist. Denn, wie heißt es so schön, Außenwerbung trifft jeden und vielleicht entschließt sich ja dann der ein oder andere dazu bei uns mitzumachen!

An die Platten und los!

Jeder hatte nun seinen Abschnitt fertig gestellt, jetzt ging es ans große Ganze: die Komposition auf den beiden Zementträgerplatten. Spätestens ab dem Donnerstag unserer zweiten Mosaik-Workshop-Woche (09.09.-13.09.2019) waren alle damit beschäftigt die Platten vorzubereiten und zu entscheiden, wie das Umfeld zu den individuell gestalteten Abschnitten aussehen könnte. Damit ein möglichst passender Kontrast zu der filigranen Ausarbeitung entstehen konnte, wurden weiße Bruchfliesen mit farbigen Einsprengseln für die Umrahmungen gewählt. Dies bedeutete nicht nur, dass jetzt alle Puzzelfähigkeiten der Teilnehmer*innen gefragt waren, sondern auch, dass, wer wollte, sich mit einem Hammer über die Fliesen hermachen und nach Lust und Laune Bruchmaterial produzieren durfte. Wer es lieber kleinteiliger in der Arbeit mochte, machte sich an die Aufgabe den Schriftzug zu gestalten: über den Fries „KunsT“ und unter dem Fries „Mosaicke„. Mit dem ersten Begriff wollen wir das einende Element unserer Arbeit betonen und mit dem zweiten auch der individuellen Facette Raum geben. Mit jedem angebrachten Stein wurde die Freude über das sich vervollständigende Werk größer, bis dann am Freitagnachmittag zwar alle erschöpft, aber glücklich über das Erreichte waren.

Nun muss gewartet werden, bis sich der Kleber verfestigt hat und dann kann beim nächsten Termin am 20.09.2019 verfugt werden. Wir sind schon gespannt, wie es dann aussieht!

Stein für Stein

Nun ging es endlich weiter. Jeder freute sich darauf, seinen Abschnitt des Mosaiks fertig zu stellen und so entstand in den ersten Tagen eine sehr konzentrierte Stille, die entweder von Hildegard Knef, Mark Knopfler oder Johnny Cash untermalt wurde. Manchmal wollte das Material nicht so wie wir, manchmal wurden Vorlagen verworfen und neu gestaltet. Aber keiner ließ sich davon abbringen weiter zu machen. Schön war auch dabei zuzusehen, wie unsere Neuzugänge immer mehr in die Gruppe reinwuchsen. Von den erfahrenen Mosaiklern unter die Fittiche genommen, formten sich wechselnde Teams, die zusammen an ihren Abschnitten arbeiteten. Jede helfende Hand wurde gebraucht, es mussten noch Steine geschnitten, Kleber angerührt oder sich Gedanken zur Enthüllungsfeier gemacht werden, sodass es jeden Tag mehr als genug zu tun gab. An manchen Tagen blieben die Teilnehmer*innen sogar länger, weil sie unbedingt noch etwas fertigstellen wollten. So oder so ergaben sich aber immer wieder auch Momente zum entspannten in der Sonne sitzen.

Anprobe

Na, wie steht’s ihr? Um uns besser vorstellen zu können, wie das Mosaik in Zukunft an der Wand wirken könnte, wurde das besonders große Packpapier rausgeholt und á la Christo Verhüllungsarbeit geleistet.