Frühling bei Herbstwetter

Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen! Wir beschäftigen uns bei kühlem Regenwetter mit Pflanzenkeimlingen und lassen uns von Farben inspirieren.

An der Bortfabrikwand, die zur Heinerdorfer Str. liegt, hängen seit 2012 drei große Fotos, genannt „Keimlingsbilder“, des Fotografen Joachim Froese. Dieser ließ sich zu dieser Bilderserie durch Ludwig Leichhardt (1813-1848), einem deutschstämmigen Entdecker und Botaniker, welcher als der Humboldt Australiens gilt, inspirieren und fotografierte keimende Pflanzen im Augenblick ihrer „Geburt“. Diese Bilder durften nun, mit der Erlaubnis des Künstlers, durch die Teilnehmer*innen, übermalt, verfremdet und so neu interpretiert werden. Dies war nicht nur eine spannende Aufgabe, sondern zeigte auch, welche Überwindung es kosten kann, das Werk eines anderen Künstlers zu übermalen und damit quasi die Würde eines Objektes anzutasten. Doch im ersten Teil des Workshops (27.08.2020) wurden zunächst nur auf Kopien die Ideen ausprobiert und dabei kamen wirklich schöne, farbenprächtige Entwürfe heraus. Ob Acrylfarbe, Wachsmaler oder Buntstift, der Effekt war immer sehenswert!

gemeinsam schmausen

An einem der bisher heißesten Tage des Sommers (21.08.2020) hatten wir uns vorgenommen ein gemeinsames Frühstück zu machen. Ach, wir lassen uns doch von nix abhalten und verteilen uns im ganzen Haus gemütlich bei leichter Kost und guten Gesprächen!

hot, hotter, Mosaik!

Man o man, war das heiß am Freitag (07.08.2020, dem letzten Tag unserer zweiten Fliesenmosaikwoche). Und doch haben wir es geschafft: das Mosaik ist fertig. Klar, es muss noch verfugt, gesäubert, angebracht und gerahmt werden, aber das Motiv ist fertig. Dazu haben wir einen sehr passenden Titel gefunden, der hier natürlich noch nicht verraten wird. Wer etwas darüber erfahren will, sollte sich den 18.09.2020 merken. Da haben wir nämlich unsere Enthüllungsfeier und da wird nicht nur der Titel eine Überraschung sein, die enthüllt wird!

Diese Woche war wirklich intensiv. Diesmal war ja eine neue Schwierigkeit, dass ein gemeinsames Werk geschaffen werden sollte, also mussten sich alle, deren Abschnitte aneinander lagen absprechen, Übergänge mussten gestaltet werden, Farben und Fliesen abgestimmt und machen beim schneiden geholfen werden. Besonders toll war zu sehen, wie wirklich jeder jedem geholfen hat, selbst, wenn man sich noch nie gesehen hatte! Und das Gesamtwerk ist ein phantastisch, es zeigt auch sehr gut, dass Schönheit viele Formen haben kann, denn beide Mosaike sind wirklich gelungen, aber doch so unterschiedlich, dass es unmöglich ist sie zu vergleichen. Also ein Hoch auf die Vielfalt, die Schönheit und die Schönheit der Vielfalt!

Mosaik ist überall

Am 01.08.2020 machten wir die Stadt unsicher. Denn wir waren auf dem Weg zum Hansaplatz, wo Petra Schröck, die Galeristin der Brotfabrik und Workshopleiterin für das Mosaik, ein wirklich erstaunliches Mosaik aufgestöbert hatte. Es stammt von Fritz Winter und erlaubt, wie wir am eigenen Leib merkten, eine eindrückliche Bandbreite an Interpretationen. Ob man darin Stollenwege sieht (Winter stammte aus einer Bergbaufamilie) oder die Naturmaterialien, die er in seinem Haus sammelte oder doch eine große Gottesanbeterin, alles war möglich. Je länger wir es uns ansahen, umso besser gefiel es uns und umso mehr wurden auch andere Passanten dazu animiert, es sich anzusehen. So brachte unsere Mosaikexkursion einen weiteren Beitrag zur Bekanntheit dieser Kunstform. Da schmeckte der anschließende Eiskaffee am Wasser gleich noch besser!