Was passiert, wenn sich eine Gruppe von Menschen von blinden Fotograf*innen ablichten lassen? Genau, ziemlich tolle Fotos! Dank des Kontakts unserer Galeristin und Workshopleiterin Petra Schröck zu Karsten Hein (Gründer und Leiter des Fotostudios) bekamen wir am 29.02.2020 die Möglichkeit in einem Fotostudio für blinde Fotograf*innen (Crellestr. 19/20, 10827 Berlin-Schöneberg) das Konzept des Lightpaintings kennen zu lernen. Dabei wird, vereinfacht gesagt, in einem vollkommen abgedunkelten Raum bei langer Belichtungszeit, der Effekt genutzt, dass Lichtquellen nicht nur diffus, sondern auch in Linien abgebildet werden können. So können von Umrandungen, über Schrift bishin zu Verformungen oder Hinzufügungen unzählige Illusionen geschaffen werden. Um sich das besser vorstellen zu können, sind schöne Beispiele auf den Internetseiten der beiden Künstler*innen Susanne Emmermann (https://bildbeschreibungen.com/tag/susanne-emmermann/) und Silja Korn (http://siljakorn.de/lightp.shtml) zu sehen.
Keiner der Teilnehmer*innen hatte bisher Kontakt mit Lightpainting gehabt. Aber gerade das machte auch den Reiz dieser Shootings aus. Während die eine Künstlerin den Schwerpunkt mehr auf Erklärungen und das Ausleuchten der Bilder durch sie selbst legte, legte die zweite Künstlerin mehr Wert auf das aktive Erfahren, indem die Teilnehmer*innen untereinander die Fotos ausleuchteten und sie mit Rat und Tat bei Fragen und Problemen behilflich war. Beide Formen fanden Anklang und schufen inspirierende Fotos (zum Schutz der Urheberschaft und der Persönlichkeitsrechte, werden hier keine Fotos eingestellt, die im Rahmen dieser Schootings entstanden sind, sondern nur Fotografien, die zur Dokumentation derselben gemacht wurden).
Wir möchten uns bei allen Beteiligten sehr für diesen interessanten und erfüllenden Nachmittag bedanken! Wer selbst einmal in das Lightpainting hineinschnuppern möchte, der kann sich gern unter https://bildbeschreibungen.com/ über das Fotostudio informieren.